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Start Büro Hohen Neuendorf Neues aus der Region Erntejahr 2011 – Aussaatjahr 2012

Erntejahr 2011 – Aussaatjahr 2012

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Bürgermeister zieht rundum Erfolgsbilanz - vorausschauende Planung und solides Wirtschaften bleiben weiterhin Maßgaben

Stadt Hohen Neuendorf – Ein durchweg erfolgreiches Jahr 2011 für die Stadt Hohen Neuendorf bi-lanzierte Bürgermeister Klaus-Dieter Hartung im ausklingenden Dezember im Mediengespräch. „Wenn ich das Jahr geistig durchblättere, dann anhand des Leitbildkalenders, der uns 2011 durch das Jahr geführt hat und ich finde in allem, was wir heuer fertiggestellt oder angeschoben haben dessen Handschrift – das ist aus meiner Sicht ein Riesenerfolg! Wir – die Bürgerschaft der Stadt - haben keinen Papiertiger, sondern eine lebendige Leitlinie arbeitet.“, resümierte er.

Bürgerbeteiligung

Besonders gelte dies für das umfassende Bürger-Beteiligungsverfahren mit Stadtteilgesprächen und Internetpräsenz, mit dem der Landschaftsplan und der Verkehrsentwicklungsplan in der Stadt debattiert worden sind.

Ökologisches Profil gestärkt

Mit der Eröffnung der Grundschule in der Niederheide, dem Schwerpunkt Geh- und Radwegeausbau, der Beauftragung einer CO2-Bilanz-Analyse und der Positionierung der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED im neuen Haushalt ist die Stadt in ihrem ökologischen Profil ein großes Stück vorange-kommen. Verzahnt entwickelte sich analog der Straßenbau, der in der Heinrich-Heine-Straße und dem Richard-Wagner-Platz gemeinsam mit den Bürgern auf hohem wasserschutztechnischem Niveau erfolgte. Obwohl ebenfalls konstant ökologische Handlungsgrundlage, ist die Fortsetzung der Baumpflanzungen mit wiederum rund 400 Straßenbäumen in 2011 gehörte ebenso wie die Unterhaltung von Buslinien und die Planung, mit der Wiedereröffnung des Südzugangs des Bahnhofs in Hohen Neuendorf die Erreichbarkeit der S-Bahn zu verbessern in den Bereich „Business as usual“.

Geh- und Radwege verbessern Schulwegsicherheit und Barrierefreiheit

Schwerpunkte der Straßen-, Geh- und Radweg- wie auch der Bushaltestellenentwicklung lagen in 2011 in Borgsdorf (3,5km), Bergfelde (2km) und Stolpe (500m). Alle Maßnahmen dienen immer gleichzeitig dazu, Wege für Schüler sicherer und zentrale Orte für Senioren erreichbarer zu machen. „Hier bekommt das Wort Bürgerbeteiligung eine sehr praktische Seite, in dem die physische Möglichkeit, die Bordsteinkante mit Rolli zu überwinden, letztlich für Teilhabe an Gesundheit, Gesellschaft und Politik steht“, be-tonte der Verwaltungschef sein Anliegen. Dies Jahr um Jahr fortzusetzen ist erklärtes Ziel der Verwaltungsspitze. Für 2012 soll es besonders in der Alten Kolonie in Bergfelde voran gehen.

Sport- und Familienstadt

Das Markenzeichen „Sport- & Familienstadt“ Hohen Neuendorf hat 2011 weiter an Profil und Verankerung gewonnen. Die Grundschule in der Niederheide steht an dieser Stelle außer für Ökologie auch für hervorragende Pädagogik und mit der neuen öffentlichen Schulbibliothek auch für Stadtteilentwicklung. „Bürgerbeteiligung hat auch bei diesem Gebäude durch Hand-in-Hand-Planung mit der Schulleitung, den Lehrern und den Eltern einen zentralen Erfolgsfaktor ausgemacht“, ist Klaus-Dieter Hartung überzeugt: „Baufachleute und Pädagogen aus ganz Deutschland, aus Europa und von anderen Kontinenten kommen hierher, um von uns zu lernen – darauf bin ich sehr stolz!“. Gemeinsame Sache hatte die Verwaltung auch mit Grün-Weiß Bergfelde gemacht. Der Verein übernahm in diesem Jahr ein neues Sportfunktionsgebäude am alten Standort, das so konzipiert wurde, dass es an den neuen Standort mit umziehen kann.

Kinderbetreuungs- und Bildungslandschaft

Selten ist es der Stadt gelungen, in einem Jahr gleichzeitig für alle Stadtteile in der Kinderbetreuungs- und Bildungslandschaft gleichmäßig so große Fortschritte zu erzielen. In einer Art Dominoeffekt zog der Umzug der Grundschüler in die Niederheide unmittelbar den Um- und Ausbau der Roten Schule für die Dr. Hugo Rosenthal Oberschule nach sich. Verbunden mit einem neuen inhaltlichen Konzept, das sich auf Praxislernen, Gesundheit und Toleranz fokussiert, sorgt die Standortverlagerung für ein stabiles Anwahlniveau und damit für eine langfristige Sicherung der Schule im Schulspektrum in Oberhavel, wie es der neue Schulentwicklungsplan ausweist. In die frei gewordene Oberschule in Borgsdorf zog unmittelbar nach der Renovierung der Hort ein, die Container verschwanden vom Schulhof und auch in Borgsdorf ist nach Bergfelde (Ende 2010) damit ein Schul- und Sportcampus entstanden, der sich in den nächsten beiden Jahren noch sehr stark entwickeln wird. Im ersten Schritt erfolgt der Sporthallenbau, anschließend werden der Schulhof der Grundschule und die Außenanlagen des Hortes neu gestaltet. Die Weichen für den Ausbau der U3-Betreuung sind auf kostenoptimale Weise gestellt und wird im kommenden Jahr mit An- und Umbauten in Bergefelde und der Pusteblume in Hohen Neuendorf reali-siert. „Wir werden pünktlich am Start sein – haben allerdings auch gar keine Sorgen in Sachen Kinder-betreuung, da zahlen sich die hohen Investitionen der Vorjahre in soziale Infrastruktur aus – wir können jedem Kind garantiert einen Betreuungsplatz anbieten, nur vielleicht nicht immer in der gewünschten Einrichtung, das ist Segen und Fluch der Wahlfreiheit zugleich“, beschrieb der Bürgermeister die Situation. Mit der Einweihung des Spielplatzes am Dornbuschweg ist nicht nur im Wesentlich der Abschluss der Entwicklungsmaßnahme „Borgsdorfer Meile“ markiert worden, es bedeutet einen weiteren Schritt in der Umsetzung des Spielplatzkonzeptes, dessen Schwerpunkt zunächst in Borgsdorf lag. „In den anderen Stadtteilen müssen wir jetzt erst einmal nachziehen – Borgsdorf ist in Sachen Spiel- & Sportplatz inzwischen wirklich unser herausragender Stadtteil“, bilanzierte Klaus-Dieter Hartung.

Preisstabilität bei Wasser | Abwasser wird billiger

In den Kanon „Familienstadt“ gehört für den Bürgermeister unbedingt auch „Preisstabilität“: Seit 20 Jahre gleichbleibende Kosten für Frischwasser und Preissenkungen beim Abwasser sind die Früchte langjährig kluger Netzinvestitionen. „Endlich ist in diesen Fragen Erntezeit“, freute sich der Chef der Eigenbetriebs Abwasser hier in Personalunion – und öffnet seine Gärten sehr gerne für die Bürger. Durch die Senkung des Kubikmeterpreises von 2,55 Euro auf 2,30 Euro spart eine vierköpfige Familie im Schnitt rund 40 Euro im Jahr.

Gewerbegebiet fast ausgelastet

Gute Nachrichten auch aus dem Gewerbe. Im ausklingenden Jahr konnten nunmehr fast alle Grundstücke des Gewerbegebietes verkauft werden, teilweise handelt es sich um Erweiterungskäufe bestehender Betrieb, teilweise um Neuansiedlungen. „Für uns heißt das, dass sich Arbeit und Handwerk in Hohen Neuendorf auf stabilem Niveau etablieren“, kommentierte der Bürgermeister, da für die Stadt damit das Potential an Gewerbeflächen weitgehend ausgeschöpft ist. Er hofft, gerade viele Absolventen der Rosenthal-Schule langfristig an Hohen Neuendorf zu binden. „Wir rechnen darüber hinaus mit weiterer Entwicklung im Bereich wohnortnahe Dienstleistung, Tourismus und weitem Zuwachs in kreativer Arbeit, für die es Atmosphäre, DSL und eine gute Infrastruktur zum Leben, aber keine ausgewiesenen Flächen braucht. Hier die Voraussetzungen weiter zu stärken, ist ein wichtiges Ziel der kommenden Jahre.“ Besonders freudig begrüßte die Verwaltung die Nachricht, dass der Traditionsbetrieb TUR, zurück an den Standort gefunden hat.

Ziel: bei Schuldenfreiheit weiterhin klug investieren

Für Hartung ist diese Bilanz der gemeinsame Erfolg von Verwaltung, Politik und Bürgerschaft – dem Dreiklang, den die Rathaus AG auch als inhaltliche Vorgabe für ihr Konzept des neuen Bürgerzentrums mit Verwaltungsfunktion sieht. Hier in 2011 einen entscheidenden Schritt vorangekommen zu sein ist für die Stadt in seinen Augen ein großer Schritt nach vorn, die sichtbare Lebensqualität weiter zu erhöhen. „Aber das stellt uns auch vor Aufgaben: Verwaltung und SVV müssen schonungslos unsere „angestammten finanziellen heiligen Kühe“ entschlacken und die eine oder andere vielleicht schlachten. Das wird nicht ohne Schmerzen gehen. Aus der Erfahrung, dass die Abgeordneten in den letzten Jahren unter dem Strich stets fiskalisch verantwortlich und inhaltlich wohl abgewogen entschieden haben, beschert uns eine komfortable, nahezu schuldenfreie Ausgangsposition. Das kann man gar nicht hoch genug bewerten und anerkennen! So soll es bleiben und die Zusammenarbeit in der SVV ist auf einem sehr konstruktiven Weg“, skizziert der Bürgermeister den Bogen der Weiterentwicklung der Stadt. Für ihn stehen jetzt grundlegende Debatten an, welche Weichen für Hohen Neuendorf vor dem Hintergrund von Demografie, Wanderungswilligkeit und Haushaltsentwicklung in Fragen von Energie, Wohnen, Verkehr, Marketing, Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung gestellt werden müssen.


Quelle: Pressemitteilung der Stadt Hohen Neuendorf, v. 22.12.2011

 


Rechtsanwalt Guido Kröger ist Präsidiumsmitglied des SV Blau Weiß Hohen Neuendorf